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DAS THEATERLABOR ZIEHT AB
1. OKTOBER 2011 IN DIE STAUEREI
IM ÜBERSEEHAFEN !!!
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Die Jubiläumsspielzeit des theaterlabors beginnt am 24. Oktober
Zeitraum: 24. Oktober 2011 bis 6. April 2012
Die 10. und damit Jubiläumsspielzeit nimmt das theaterlabor bremen zum Anlaß für ein ganz besonderes Angebot: Einigen Teilnehmern bieten wir im Anschluss die Möglichkeit, einen Stückvertrag abzuschließen.
Jetzt bewerben!
Mehr Infos unter www.theaterlab.de - "mitgestalten"
EINE NACHT IM SCHWEDISCHEN SOMMER
- Deutschsprachige Erstaufführung -
von Erland Josephson
Deutsch von Renate Bleibtreu
Regie und Musik: Patrick Schimanski
Premiere: 22. Juli um 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 23., 27., 28., 29., 30. Juli und
2., 3., 4., 5. August, jeweils um 19.30 Uhr
sowie am 31. Juli um 18 Uhr
theaterlabor bremen im Concordia
Öffentliche Probe: 15. Juli, 19.30 Uhr – Eintritt frei!
Andrej-Tarkowskij-Soirée: 16. Juli, 19:30 Uhr – Eintritt frei!
Dreharbeiten auf Gotland. Der Filmregisseur sucht nach dem richtigen Moment für die Aufnahme. Für Schauspieler und Filmteam bedeutet das Warten, langes Warten. In der idyllischen Sommernacht brechen Konflikte auf: Die Arbeit mit dem großen russischen Regisseur Andrej Tarkowskij, dessen Sprache niemand in dem Team spricht, ist auch die Begegnung unterschiedlicher Kulturen.

Erland Josephson entstammt einer prominenten jüdischen Familie. Er begann seine Karriere als Theaterschauspieler in Hälsingborg (1945-49) und Göteborg (1949-56) und kam 1956 ans schwedische Nationaltheater Dramaten in Stockholm, das er von 1966 bis 1975 leitete.
1946 hatte er sein Filmdebüt in einer Kleinstrolle des Ingmar-Bergman-Films Es regnet auf unsere Liebe. Gemeinsam mit Bergman schrieb er unter dem Pseudonym „Buntel Ericsson“ Drehbücher, darunter für Alf Kjellins Film Lustgården (1961) und Bergmans Komödie Ach, diese Frauen (1964). International bekannt wurde Josephson mit seiner Hauptrolle in Szenen einer Ehe (1973). Er bekräftigte seinen Ruf als intellektueller Schauspieler, als er die Hauptrolle im zweiten Teil von Der weiße Hai mit den Worten ablehnte: „Mir sind intellektuelle Schlachten mit Liv Ullmann lieber als Schlachten mit Haien.“
Sein Regiedebüt beim Film hatte er 1977 mit Eins und eins (En och en).
Unter der Regie von Andrej Tarkowskij spielte er in Nostalghia (1983) und der schwedischen Produktion Opfer (1986). Über die Dreharbeiten zu Opfer schrieb er das Stück Eine Nacht im schwedischen Sommer (En natt i den svenska sommaren), das als Hörspiel mit dem Nordischen Hörspielpreis ausgezeichnet und auch ins Deutsche übersetzt wurde.
Der große russische Filmkünstler und innovative Regisseur hat mit seinem unvergleichlichen, poetischen Werk eine künstlerische Sprache gefunden, in der Zerstörung und Krieg, Geschichte, Vergangenheit und Zukunft, aber auch die immer wieder alle Probleme und Hindernisse überwindende kreative Kraft des Menschen und im besonderen der Jugend mit ihrem Optimismus faszinierend zur Anschauung kommen.
Und so wie Andrej Tarkowskij sich immer wieder auf die Arbeit von Künstlern, Dichtern und Philosophen bezog, will das theaterlabor bremen mit der Inszenierung von Eine Nacht im Schwedischen Sommer auf die künstlerische Arbeit des großen und einzigartigen Regisseurs verweisen.
Patrick Schimanski versucht mit seinem Ensemble eine Hommage an Andrej Tarkowskij und möchte dem Publikum aufzeigen, dass Tarkowskijs Kunst und Philosophie nichts an Aktualität eingebüßt hat – nein, sogar neu gelesen und gedeutet werden sollte – besonders in Zeiten in denen die „Kulturindustrie“ und leider auch die „Kulturintelligenz“ den eigentlichen Wert sowie die wahre Bestimmung der Kunst vergessen zu haben scheint.
Leser des Fachforums „nachtkritik.de“ wählen „Plutos“ zu Deutschlands wichtigster Inszenierung des letzten Jahres
Im Fußball spräche man von einem „Kantersieg“, in Theaterkreisen herrscht dieser Tage fasziniertes Staunen vor: die Leser des Fachforums „nachtkritik.de“ haben Frank-Patrick Steckels Inszenierung des „Plutos“ nach Aristophanes zur wichtigsten Theaterproduktion Deutschlands des letzten Jahres gewählt – und zwar deutlich: mit 3106 von 18.855 Stimmen, fast doppelt so vielen wie der Zweitplatzierte verbuchen konnte. Damit hat das theaterlabor bremen unter der Leitung von Maik Romberg unter anderem solch große Häuser wie die Volksbühne und die Schaubühne aus Berlin hinter sich gelassen oder auch Christoph Marthalers Inszenierung der „Großherzogin von Gerolstein“ am Theater Basel.

Insgesamt hatten die Rezensenten von „nachtkritik.de“ ihren Lesern für das virtuelle Theatertreffen 36 Inszenierungen zur Wahl vorgeschlagen. Dass mit dem theaterlabor bremen ein freies Theater das Rennen gemacht, wertet die Fachjury um die promovierten Theaterwissenschaftler Petra Kohse, Nikolaus Merck und Dirk Pilz als „Fingerzeig für die Akzeptanz dieser Häuser in ihren Städten“ sowie als Indiz dafür, dass die freien Häuser es am besten verstünden, ihr Publikum zu mobilisieren.
Das Besondere an Frank-Patrick Steckels „Plutos“ nach Aristophanes war, dass es dem Regisseur hier in beispielhafter Weise gelungen ist, eine antike Komödie komplett umzuschreiben, auf die heutige Zeit zu übertragen und mit einem ungewöhnlich großen Ensemble zur umjubelten Aufführung zu bringen.
mehr dazu auf: www.nachtkritik.de

nach einigen zähen Verhandlungen und unzähligen Überlegungen ist es der Bremer Shakespeare Company zusammen mit dem theaterlabor bremen gelungen, die Concordia als Veranstaltungsort für Theater, Musik, Literatur und Tanz zu erhalten.