


Ensemble theaterlabor bremen
Sommerspielzeit 2010
Leser des Fachforums „nachtkritik.de“ wählen „Plutos“ zu Deutschlands wichtigster Inszenierung des letzten Jahres
Im Fußball spräche man von einem „Kantersieg“, in Theaterkreisen herrscht dieser Tage fasziniertes Staunen vor: die Leser des Fachforums „nachtkritik.de“ haben Frank-Patrick Steckels Inszenierung des „Plutos“ nach Aristophanes zur wichtigsten Theaterproduktion Deutschlands des letzten Jahres gewählt – und zwar deutlich: mit 3106 von 18.855 Stimmen, fast doppelt so vielen wie der Zweitplatzierte verbuchen konnte. Damit hat das theaterlabor bremen unter der Leitung von Maik Romberg unter anderem solch große Häuser wie die Volksbühne und die Schaubühne aus Berlin hinter sich gelassen oder auch Christoph Marthalers Inszenierung der „Großherzogin von Gerolstein“ am Theater Basel.

Insgesamt hatten die Rezensenten von „nachtkritik.de“ ihren Lesern für das virtuelle Theatertreffen 36 Inszenierungen zur Wahl vorgeschlagen. Dass mit dem theaterlabor bremen ein freies Theater das Rennen gemacht, wertet die Fachjury um die promovierten Theaterwissenschaftler Petra Kohse, Nikolaus Merck und Dirk Pilz als „Fingerzeig für die Akzeptanz dieser Häuser in ihren Städten“ sowie als Indiz dafür, dass die freien Häuser es am besten verstünden, ihr Publikum zu mobilisieren.
Das Besondere an Frank-Patrick Steckels „Plutos“ nach Aristophanes war, dass es dem Regisseur hier in beispielhafter Weise gelungen ist, eine antike Komödie komplett umzuschreiben, auf die heutige Zeit zu übertragen und mit einem ungewöhnlich großen Ensemble zur umjubelten Aufführung zu bringen.
mehr dazu auf: www.nachtkritik.de

nach einigen zähen Verhandlungen und unzähligen Überlegungen ist es der Bremer Shakespeare Company zusammen mit dem theaterlabor bremen gelungen, die Concordia als Veranstaltungsort für Theater, Musik, Literatur und Tanz zu erhalten.